Arduino programmieren lernen mit KOSMOS

erscheint im August 2016

Ich bin ja immer auf der Suche nach Produkten, die meine Kids ans Programmieren heranführen. Zur Nürnberger Spielwarenmesse 2016 präsentiert KOSMOS einen neuen Experimentierkasten, der den Arduino für Kinder nett verpackt. Hier der Pressetext:

Spielen, Programmieren und digitales Tüfteln: Mit dem Experimentierkasten „KosmoBits“ erleben Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren eine neue Generation des Experimentierens. Das Ziel: Dem Nachwuchs den Zugang zum Computer ermöglichen, der über das reine Anwenden von Software hinausgeht. Die Möglichkeiten: Grenzenlos. Der spielerische Einstieg in die Programmierung verläuft dabei in drei Schritten.

Zu Beginn steuern die Spieler ein Computerspiel auf dem Tablet oder Smartphone mit Hilfe eines kabellosen Gamepads, das mit einem Mikrocontroller – dem KosmoDuino – ausgestattet ist. Das Ziel des Spiels: Hindernisse überwinden und Rätsel lösen. Dies schaffen junge Gamer mit Hilfe vier verschiedener Sensoren, die sich ganz einfach auf das Gamepad setzen lassen. Versperrt zum Beispiel eine Eiswand den Weg, erwärmen die Spieler ihren echten Temperatursensor mit der Hand und lassen dadurch den Eisblock im Spiel schmelzen. Die physikalische Handlung wird also unmittelbar in der digitalen Welt abgebildet. Zusätzlich lernen angehende Softwareentwickler mit Hilfe kleiner ProgrammierRätsel erste Programmcodes kennen. Das Spiel fungiert somit als Tutorial und schafft die erste Verbindung zwischen virtueller und realer Welt.

In Schritt zwei steigt der Nachwuchs voll und ganz in die Welt des Programmierens ein. Mit Hilfe der Anleitung lernen die jungen Hacker-Talente nach und nach die Arduino-Programmiersprache kennen. Schon bald verfügen sie über das nötige Know-how, um am PC erste eigene Programme für die vier Sensoren zu schreiben. Da sie die Sensoren und erste Codes aus dem Spiel bereits kennen, fällt der Einstieg in die abstrakte Welt plötzlich gar nicht mehr so schwer!

Schließlich werden die Sprösslinge zu echten Digital-Tüftlern: Losgelöst vom Spiel bauen und programmieren sie komplette, eigenständige Schaltungen. Ganz im Zeichen der „Do it yourself“-Kultur sind der Kreativität dabei keine Grenzen gesetzt. Die Hardware, also der im Experimentierkasten „KosmoBits“ enthaltene Mikrocontroller, kann ganz einfach aus dem Gamepad-Gehäuse entnommen werden und ist das „Gehirn“. Am Computer lässt sich der Chip individuell programmieren und mit weiteren elektronischen Teilen verbinden. So entsteht beispielsweise eine lichtempfindliche Alarmanlage, die aufzeichnet, wie oft und wie lange die strenggeheime Schublade geöffnet wurde oder eine LEDDisco die durch rhythmisches Fingerklopfen ihre Farbe ändert. Aber junge Tüfteler können natürlich auch über die Anleitung hinaus kreativ werden und bauen z.B. Kuscheltiere, die unerwünschte Besucher per Bewegungssensor mit glühenden Augen erschrecken oder Süßigkeiten-Wächter, die gierige Geschwister mit einem Wasserspritzer abwehren, wenn sie ihre Hand ins Bonbonglas stecken. Die Möglichkeiten sind nahezu grenzenlos.

Material: KosmoDuino (Arduino-kompatibler Mikrocontroller mit Bluetooth), Steuerboard, 4 Sensor-Charaktere mit Gehäuse (Temperatur-Sensor, BewegungsSensor, Licht-Sensor, Schall-Sensor), Gamepad-Gehäuse, Breadboard (16,5 x 5,5 cm), 4 verschiedenfarbige LEDs, 5 Widerstände (1,2 K Ohm), Verbindungskabel, USB-Kabel, App (Android 4.3 oder neuer & iOS 8 oder neuer), Anleitung (64 S.)

Scratch – Programmieren für Kinder

Was soll ich sagen? Ich bin Informatiker. Und als solcher hat man irgendwie doch Interesse, die Kids frühzeitig an die Denkweise des Programmierens heranzuführen. Luca wir bald neun, da wird es also höchste Zeit 🙂

So saß ich vorhin mit Luca (8) und Finn (7) vorm Rechner und wir haben unser erstes kleines Spiel programmiert. Hört sich unglaublich an? Ist es auch irgendwie, wenn man bedenkt, wie schnell man mit Scratch zum Ziel kommt. Scratch – so heißt die „Programmiersprache“, die wir verwendet haben.

Scratch

Die Entwicklungsumgebung von Scratch

Für Scratch braucht man keine neue Sprache lernen. Das Erstellen von Programmen erfolgt rein visuell, indem Funktionsblöcke zusammengeklickt werden.

In der Entwicklungsumgebung befindet sich oben rechts die „Bühne“, auf der Objekte agieren können. Als Bühne haben wir eine Rennstrecke (oder mehrere) gemalt, graue Fahrbahn, grüne Begrenzung. Die Katze ist unser Objekt und will zur Milch – naja, zum weißen Fleck eben.

Für ein Objekt (wie in der objektorientierten Programmierung) lassen sich nun Skripte erstellen. Im linken Bereich sieht man oben die verschiedenen Kategorien wie etwa Steuerung, Klang, Bewegung, Fühlen. Als Steuerungs-Element gibt es Konstrukte wie Wiederholungen, Falls-Abfragen oder das Senden und Empfangen von Ereignissen. Die Programmierer unter Euch werden die Parallelen zu echten Programmiersprachen ziehen können. Die Kids lernen hier ganz nebenbei die Denkweise von objektorientierter und strukturierter Programmierung. Sogar Variablen lassen sich verwenden.

Mit den Bewegungs- und Klang-Konstrukten lassen sich nun recht einfach kleine Spiele erzeugen. Sobald die Taste ’s‘ gedrückt wird, rennt die Katze los, sie geht also wiederholt einen Schritt. In der gleichen Schleife wird geprüft, ob sie grün berührt („Verloren“) oder weiß („Gewonnen“). Für die Bühne lassen sich mehrere Hintergründe defininieren. Hat man gewonnen, wird eine Nachricht „gewonnen“ gesendet, die die Bühne empfängt und auf den nächsten Hintergrund umschaltet.

Das ganze ist wirklich nett gemacht. Für die Ausführung muss man nicht mal etwas installieren, sondern kann auch direkt im Browser loslegen. Die Scratch-Platform ist darauf ausgelegt, seine Projekte zu teilen und man wird explizit dazu ermuntert, Projekte von anderen als Basis zu nehmen, um sie zu verändern – nennt sich „Remixing“.

So, und hier ist es nun, unser erstes kleines Werk. Auf die grüne Flagge klicken, mit ’s‘ starten und dann mit den Cursor-Tasten (links/rechts) die Kartze lenken.

http://scratch.mit.edu/projects/22924481/

Meta Morfoß App – Lesen berührt!

Mit dem neuen Buch-App-Format „Daktylos Lesequest“ verbindet das Start-up Daktylos Media für Kinder auf Tablets Lesespaß und Technikfaszination – realisiert wird das Ganze durch Crowdfunding

Das Dresdner Start-up Daktylos Media : Interactive Children’s Books von Anna Burck und Nikolay Barabanov bringt die bekannte Erzählung Meta Morfoß von Peter Hacks als mehrsprachige Kinderbuch-App auf iPads und Android Geräte. Das besondere Format „Daktylos Lesequest“ motiviert Kinder zum Lesen. Mit Hilfe einer Crowdfunding-Kampagne auf Startnext.de soll dieses innovative Literatur-Projekt realisiert und im Herbst in die Stores gebracht werden. Die App wird für Kinder ab acht Jahren sowie für alle Literaturliebhaber empfohlen.

Weiterlesen

Eule findet den Beat

Ende März kommt ein neues Hörspiel raus, das Kinder spielerisch durch die verschiedenen Musikrichtungen führt wie Pop, Jazz, Rock, Oper, Punk, Reggaue, HipHop und Elektro. Rolf Zuckowsky steht Pate für das Projekt.

Unter www.eule-findet-den-beat.de könnt Ihr Euch Hörproben anhören; die HipHop-Ratte schockt 🙂

Die CD ist bei Amazon vorbestellbar; Lieferung erfolgt ab dem 28. März.

Tablet überwacht Spieldauer

Kindle Fire HD

Amazon hatte für einen Tag den Kindle Fire HD für 79 Euro im Angebot. Da musste ich zuschlagen, allein schon aus Neugier. Normal kostet das Ding 129 Euro und auch das ist ein wirklich annehmbarer Preis für ein 7″-Tablet mit 1280er Auflösung.

Es ist das ideale Einstiegs-Tablet für Kinder und mich hat insbesondere die von Amazon beworbene Kindle FreeTime Funktionalität interessiert.

Kindle FreeTime

Unter FreeTime lassen sich Profile für jedes Kind anlegen, in denen man bestimmen kann, welche Apps das Kind grundsätzlich ausführen darf. Da lässt sich also für meinen kleinen Benni das Ballerspiel ausgrenzen, während der große auch schon mal Schweine mit Vögeln beschießen darf.

Für jedes Profil lässt sich Name, ein Bildchen und das Geburtstdatum des Kindes festlegen, anhand dessen FreeTime auch Empfehlungen gibt für oder gegen bestimmte Apps, Bücher oder Videos.FreeTime Profile

Die Verwaltung der Inhalte sind natürlich durch Passwort geschützt, so dass der geneigte Sprössling sich nicht selbst die gewünschten Inhalte freischaltet.

Zudem können für jedes Profil Zeitbeschränkungen festgelegt werden. So braucht Papi also nicht mehr mit der Stopuhr daneben sitzen, sondern der Kindle regelt selbst die Abschaltung.

Es lassen sich unterschiedliche Angaben für Werktage und Wochenende machen. Zudem können Lernziele gesetzt werden, so dass die begehrten Spiele bspw. erst sichtbar werden, nachdem Junior 15 Minuten gelesen hat – das gefällt.

Wenn man also ein Profil startet, präsentiert sich der Bildschirm in diesem Fall vielleicht erst mal wie im folgenden Bild. Es sind nur die wertvollen Bücher zu sehen. Nach dem Lesen, erscheinen dann auch die Spiele, bis auch die Spielzeit vorrüber ist und das Profil dann anzeigt, dass heute nichts mehr läuft.FreeTime Sandkasten

FreeTime verlassenAus dem FreeTime kommt man wiederum nur mit Passwort heraus. Für Junior läuft das Tablet also in einer eigenen Sandbox. Alle nicht zugelassenen Inhalte sind gesperrt und die Bedienung ist auf das wesentlichste vereinfacht.

Grundsätzlich ist die Idee von FreeTime wirklich prima. Auch die kürzlich zugefügte Kombination von Lernzielen und Zeitlimits finde ich Klasse.

Allerdings hatte ich mir in meiner grenzenlosen Naivität erhofft, dass die Amazonis es geschafft hätten, FreeTime ins Betriebssystem zu integrieren. Dann müsste man beim Anschalten des Gerätes das Profil wählen und könnte loslegen. Das Tablet könnte einfach rumliegen und würde selbst den Konsum steuern. Kein Quängeln mehr nach „iPad-Spielen“. Da FreeTime aber als App läuft, muss man diese immer erst starten und darin das richtige Profil wählen, bevor man es dem Nachwuchs übergibt. Ansonsten hätte er ja Zugriff auf alle Apps.

Es eignet sich also dann hervorragend, wenn es ein persönliches Tablet für ein und genau ein Kind sein soll. Für dieses lassen sich dann wunderbar die Apps konfigurieren und die Lernziele und Zeitlimits festsetzen. Das Tablet läuft das quasi immer in im FreeTime-Profil, es sei denn Papi lädt für Filius mal wieder eine neue App runter und schaltet sie im FreeTime-Profil frei.

Vorteile als Amazon Prime-Kunde

Kindle BücherDa es ein Amazon-Tablet ist, bietet es natürlich elegante Verknüpfung mit allem aus dem Amazon-Universum. Kindle-Bücher sind präsent abrufbar. Man muss nicht erst eine Kindle-App öffnen wie auf dem iPad oder normalen Android-Tablet.

Wir sind schon länger Mitglied bei Amazon Prime, wo man für einen geringen Jahresbetrag fast jedes Buch und viele andere Artikel am nächsten Tag geliefert bekommt. Super praktisch für all die, die oft noch ein Geburtstagsgeschenk auf den letzten Drücker brauchen 😉

LeihbüchereiAls Amazon Prime Kunde lässt sich auch die Kindle Leihbücherei nutzen, in der man von vielen verfügbaren Büchern jeden Monat eines kostenlos leihen kann. Ideal für Leseratten oder solche, die es werden wollen.

Seit kurzem wurde das Video-on-Demand-Abo des zu Amazon gehörigen Videodienstes Lovefilm zu dem neuen Amazon Dienst Prime Instant Video. Dort gibt es für Prime-Kunden eine Menge von Filmen und Serien kostenlos(!). Es sind nicht die neuesten Blockbuster dabei, aber auch bei älteren Filmen kann man Leckerbissen finden und einige prominente Serien gibt es auch, wie etwa Big Bang Theory – wer die noch nicht kennt: anschauen! 🙂

In den USA sind diese Videos schon in FreeTime verknüpft. Hierzulange scheint das noch nicht so zu sein, wird aber hoffentlich bald nachgeliefert. Dann kann man entscheiden, ob sich die Kids innerhalb ihres Zeitlimits auch Kinderfilme oder -serien ansehen dürfen.

Erstes Fazit

Für den Preis ist es ein prima Tablet, auf das sich auch die sonst für Android üblichen Apps installieren lassen (allerdings über den Amazon App Store, nicht über den Google Play Store). Die FreeTime-Funktionalität ist eine prima Sache, wenn es als Kinder-Tablet für ein Kind verwendet wird. Auch hier werden sich in Zukunft noch Erweiterungen zeigen; die Lernziele sind erst kürzlich hinzugekommen. Die Möglichkeiten für alle, die ohnehin im Amazon-Universum zu Hause sind, also sowie schon Bücher auf Kindle Paperwhite lesen, sind nett. Insbesondere sei jedem Amazon Prime ans Herz gelegt. Man bekommt für wenig Geld eine kostenlose Online-Videothek.